Aktuelle Informationen

Stipendien für neue Kinderstücke vergeben

Gemeinsam mit dem Deutschen Literaturfonds vergibt das Kinder- und Jugendtheaterzentrum seit 2009 jährlich vier Stipendien zur Entwicklung neuer Stücke für das Kindertheater. Das Programm ‚Nah dran!‘ zeichnet sich durch die programmatische Zusammenarbeit der Autorinnen und Autoren mit Theatern und Regisseuren aus.

Die dreiköpfige Jury, bestehend aus Katrin Maiwald (Staatstheater Mainz), Prof. Dr. Gunther Nickel (Deutscher Literaturfonds) und Henning Fangauf (KJTZentrum), hat nun über die Vergabe der vier Stipendien 2017 entschieden. Gefördert werden folgende Autorin und Autoren mit jeweils 6.500,– € für ihre neuen Stücke, die von den Partnertheatern in der Spielzeit 2018/19 uraufgeführt werden:

Carsten Brandau mit „Schiefer Gehen“ (AT) in Kooperation mit dem Mannheimer Theaterhaus G7 und der Regisseurin Inka Neubert. Das Stück des Hamburger Autors richtet sich an Kinder ab 7 Jahren. Welche Rolle spielt das Scheitern, das Gefühl des Versagens für Kinder in unserer „Erfolgsgesellschaft“? Dieser Frage will das Stück nachgehen.

Anah Filou mit „Am Hafen mit Vogel“ in Kooperation mit dem Hessischen Landestheater Marburg. Die Wienerin Anah Filou ist Masterstudentin der Philosophie und Teilnehmerin des DRAMA FORUMS (uniT) in Graz. Was bedeuten Grenzen, was bedeutet ein Pass, was spielt sich in den Transitzonen dieser Welt ab? Diesen, für das Kindertheater ungewohnten Fragen, geht das Stück für Kinder ab 6 nach.

Finn-Ole Heinrich und Dita Zipfel mit „Vom Leben und Sternen“ in Kooperation mit dem Regisseur Benedikt Grubel und der Württembergischen Landesbühne Esslingen. Das Autorenteam plant „Ein Stück Science Fiction“ zu schreiben und mit dem alltäglichen Denken in die Weiten des Kosmos‘ vorzustoßen. Damit setzten Autor und Regisseur ihre 2015 erfolgreich begonnene Zusammenarbeit mit der Jungen WLB Esslingen fort.

Jens Raschke mit „Wer nicht träumt ist selbst ein Traum“ (AT) in Kooperation mit dem Theater an der rott, Eggenfelden und dem Regisseur Markus Steinwender. Geplant ist ein atmosphärisch dichtes, sehr einfühlsames Stück in dem sich der 8-jährige Finn, der seine Schwester verloren hat, und die 12-jährige Ahlam, die ohne ihre Eltern geflüchtet ist, begegnen.

Nähere Informationen:

Henning Fangauf
Kinder- und Jugendtheaterzentrum
in der Bundesrepublik Deutschland
Schützenstraße 12, 60311 Frankfurt/M.
h.fangauf@kjtz.de


Ergebnisse der Kuratoirumssitzung vom 3. und 4. April 2017

Folgende Autorinnen und Autoren erhalten ein Werkstipendium:

Gesine Bey (Berlin), Bernd Cailloux (Berlin), das Autorenduo Astrid Dehe (Münster) / Achim Engstler (Varel), Anne von Canal (Hamburg), Ralph Dutli (Heidelberg), Raphaela Edelbauer (Wien), Heinz Helle (Biel), Marianne Jungmaier (Berlin), Kerstin Kempker (Berlin), André Kubiczek (Berlin), Karla Schneider (Wuppertal), Jochen Schimmang (Oldenburg), Raoul Schrott (Egg).

Die Stipendien haben eine Laufzeit von vier bis zwölf Monaten und sind mit monatlich 2.000 Euro dotiert.

Projektzuschüsse erhalten:

Die Zeitschrift BELLA triste (für ein Schulprojekt), Alexandru Bulucz (für die Herausgabe eines Buchs mit Essays von Stanislaw Baranczak), die Zeitschrift Kritische Ausgabe (für ein Heft zum Thema „Freiheit“).

Insgesamt wurden Fördermittel in Höhe von 282.400 Euro Euro vergeben.

Antragsschluss für die nächste Sitzung ist der 30. Mai 2017.


Kranichsteiner Jugendliteratur-Stipendien 2017

In diesem Jahr wurden Que Du Luu für ihren Roman Im Jahr des Affen (Königskinder) und Michael Sieben für sein Jugendbuch Ponderosa (Carlsen) mit den Kranichsteiner Jugendliteratur-Stipendien ausgezeichnet. Beide erhalten ein jeweils sechsmonatiges Stipendium in Höhe von 12.000 Euro.

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Im Jahr des Affen ist der dritte Roman der 1973 in Saigon/Vietnam geborenen und heute in Herford lebenden Schriftstellerin Que Du Luu. Nach Ende des Vietnamkriegs flüchtete sie wie Millionen anderer Boatpeople über das Meer, um mit ihrer Familie ein neues Leben in Deutschland zu beginnen. Für ihr literarisches Werk erhielt sie bereits mehrere Auszeichnungen, u.a. den Adelbert-von-Chamisso-Förderpreis und den Hohenemser Literaturpreis.

Michael Sieben, geboren 1977, studierte Wirtschaftswissenschaften in Mainz, Köln und Paris/Frankreich und lebt seit 2006 mit seiner Familie in Berlin. 2011 war er unter den Finalisten des Open Mike. Ponderosa ist sein Debütroman.

Die Verleihung der Kranichsteiner Jugendliteratur-Stipendien fand am Donnerstag, dem 23. März 2017, um 14.00 Uhr im Saal 1 des Congress Centers auf der Buchmesse Leipzig statt.

Am Freitag, dem 24. März 2017 präsentierte Dr. Michael Schmitt die beiden Stipendiaten am 3sat-Messestand (Glashalle).


Ergebnisse der Kuratoriumssitzung vom 28. und 29. November 2016

Folgende Autorinnen und Autoren erhalten ein Werkstipendium:

Regina Dürig (Biel/Schweiz) für ein Kinderbuch, Mário Gomes (Berlin) für ein Romanvorhaben, Michael Maar (Berlin) für ein Romanvorhaben, Ulrich Schlotmann (Berlin) für ein Romanvorhaben, Senthuran Varatharajah (Berlin) für ein Romanvorhaben, Maja von Vogel (Oldenburg i.O.) für ein Jugendbuch, Josef Winkler (Klagenfurt) für ein Romanvorhaben, Jens Wonneberger (Dresden) für ein Romanvorhaben, Norbert Zähringer (Berlin) für einen Kinderroman, Felicia Zeller (Berlin) für ein Romanvorhaben.

Die Stipendien haben eine Laufzeit von drei bis zwölf Monaten und sind in der Regel mit monatlich 2.000 Euro dotiert.

Das Werkstipendium von Sandra Hoffmann (München) wird um drei und das Werkstipendium von Peter Pannke (Berlin) um sechs Monate verlängert.

Projektzuschüsse erhalten die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung (Darmstadt) für die Erschließung des Akademiearchivs, der Eulenspiegel Verlag (Berlin) für die Komplettierung der Werkausgabe von Rainer Kirsch, Günter Jung (Ganderkesee) und Michael Rüppel (Bremen) für die Edition des Briefwechsels Adolph Freiherr Knigges mit dem Ehepaar Reimarus, der Poetenladen (Leipzig) für „Kommentare zu Gegenwartsgedichten“, die Zeitschrift Sinn und Form (Berlin) für eine Neugestaltung des Internetauftritt, Ulrike Syha (Hamburg) für Übersetzungen im Rahmen des Projekts „Eurodram“, Syltfoundation (Sylt) für ein internationales Autorenaustauschprogramm, Volltext Verlag (Wien) für die Ausgabe 4/2016.

Insgesamt wurden Fördermittel in Höhe von 444.557,90 Euro vergeben.

Antragsschluss für die Frühjahrssitzung des Kuratoriums, die am 3. und 4. April 2017 stattfindet, war der 30. November 2016, Antragsschluss für die Herbstsitzung ist der 30. Mai 2017.

 


Kranichsteiner Literaturpreis 2016

Der vom Deutschen Literaturfonds vergebene Kranichsteiner Literaturpreis ging 2016 an Ulrich Peltzer. Der 1956 in Krefeld geborene Schriftsteller lebt heute in Berlin. Er erhielt den mit 20.000 Euro dotierten Preis in Anerkennung seines bisherigen Werks unter besonderer Berücksichtigung des Romans „Das bessere Leben“. In der Begründung der Jury heißt es:

„In Ulrich Peltzers Roman Das bessere Leben jagen zwei Männer und eine Frau um die Welt, dem großen Geld auf der Spur. Oder vielleicht doch eher dem Glück? Eindrucksvoll stellt Peltzer unter Beweis, dass man auf die Zuspitzungen der Gegenwart literarisch reagieren kann: kein linearer Plot, sondern ein polyphones Cluster, keine übergeordnete Beobachterinstanz, sondern ein Erzählen aus dem Inneren der Figuren heraus. Gedankenketten, Erinnerungssplitter und Dialogfetzen vermischen sich. Das bessere Leben ist auch ein Roman über die Zukunft des Schreibens.“

Ebenfalls ausgezeichnet wurde in diesem Jahr der in Chieming am Chiemsee lebende Autor Norbert Niemann. Er erhielt ein 10-wöchiges Aufenthaltsstipendium im Deutschen Haus der New York University.

Das London-Stipendium an der Queen Mary University sprach die Jury der Autorin Daniela Danz zu, die im thüringischen Kranichfeld lebt.

Für den Kranichsteiner Literaturförderpreis nominierte die Jury die Autorinnen Shida Bazyar und Marie Malcovati sowie den Autor Senthuran Varatharajah.

Alle drei Kandidaten bewarben sich am 11. November um 11:30 Uhr in einer öffentlichen Lesung in der Justus-Liebig-Schule in Darmstadt um den mit 5.000 Euro dotierten Preis der Fachjury. Mit ihren jeweils noch unveröffentlichten Textauszügen stellten sie sich gleichzeitig dem Urteil einer Schülerjury. Diese vergab, unabhängig von der Entscheidung der Fachjury, einen Preis in Höhe von 1.000 Euro.

Den Kranichsteiner Literaturförderpreis erhielt Senthuran Varatharajah für seinen Text „Farbenlehre“.
Die Schülerjury entschied sich für den Text „Die du dir baust“ von Shida Bazyar.

Der Fachjury gehören Maike Albath, Wilfried F. Schoeller und Christine Wahl an.

Alle Preise wurden am Abend des 11. November um 19 Uhr im Literaturhaus in Darmstadt überreicht. Die Laudatio  auf Ulrich Peltzer hielt Wiebke Porombka.

 


Paul-Celan-Preis 2016

Der vom Deutschen Literaturfonds alljährlich vergebene Paul-Celan-Preis für her­aus­ragen­de Übersetzungen ins Deutsche geht in diesem Jahr an Anne Birkenhauer.

Sie wird mit dem Preis für ihr Gesamtwerk ausgezeichnet, das Übersetzungen aus dem Hebräischen umfasst, darunter Werke von Aharon Appelfeld, Chaim Be’er, David Grossman, Ilana Hammerman, Jehoshua Kenaz, Eskol Nevo, Jaakow Shabtai, Ar­yeh Sivan u. a. m. Besonders würdigt die Jury ihre Übersetzung des 2016 erschienenen Romans „Kommt ein Pferd in die Bar“ von David Grossman, in der es ihr auf bewundernswerte Weise gelungen ist, den ständigen Wechsel der Tonlage mit blitzschnellen Sprüngen von kalkuliert klamaukhafter Komik zu bitterbösem Ernst, von vulgärem Gejohle zu entsetztem Schweigen, der diesen fast experimentell angelegten Roman stilistisch beherrscht, in allen Nuancen plastisch und nachvollziehbar wiederzugeben.

Der Jury gehören an: Hinrich Schmidt-Henkel, Gabriele Leupold, Burkhart Kroeber, Miriam Mandelkow und Gunther Nickel.

Der mit 15.000 Euro dotierte Preis wird am 20. Oktober um 18 Uhr im Lesezelt der Frankfurter Buchmesse vergeben. Die Laudatio wird der Literaturkritiker Lothar Müller halten.

Bewerbungen für den Paul-Celan-Preis 2017 können Verlage bis zum 28. Februar 2017 beim Deutschen Literaturfonds e.V., Alexandraweg 23, 64287 Darmstadt einreichen. Erforderlich sind fünf Exemplare des übersetzten Werks, ein etwa zwanzig Seiten umfassender Auszug aus dem Original sowie eine Biobibliographie der Übersetzerin oder des Übersetzers.

Förderung
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Preise
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Vergaberichtlinien
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