Aktuelle Informationen

Leipziger Buchmesse 2019
12.3.2019

Auch in diesem Jahr ist der Deutsche Literaturfonds wieder auf der Buchmesse vertreten.

Sie finden uns am Gemeinschaftsstand, zusammen mit dem PEN Zentrum und dem Verband deutscher Schriftstellerinnen und Schriftsteller in Halle 4, Stand C 212.

 

Kranichsteiner Jugendliteratur-Stipendien
für Stefanie Höfler und Bettina Wilpert

7.2.2019

Die Kranichsteiner Jugendliteratur-Stipendien 2019 gehen an Stefanie Höfler für ihren Roman Der große schwarze Vogel (Beltz & Gelberg) und an Bettina Wilpert für ihr Debüt nichts, was uns passiert (Verbrecher Verlag). Beide Autorinnen erhalten ein jeweils sechsmonatiges Stipendium in Höhe von 12.000 Euro. Die Auszeichnung wird vom Deutschen Literaturfonds in Kooperation mit dem Arbeitskreis für Jugendliteratur vergeben, die Übergabe erfolgt am 21. März 2019, um 14.00 Uhr, im Saal 1 des Congress Centers auf der Leipziger Buchmesse. Mitglieder der Jury sind Dr. Michael Schmitt (3sat/Kulturzeit), Ralf Schweikart (Vorsitzender des Arbeitskreises für Jugendliteratur) und Prof. Dr. Jan Standke (Vorsitzender der Kritikerjury zum Deutschen Jugendliteraturpreis).

Die Stipendiatinnen und ihre ausgezeichneten Bücher

STEFANIE HÖFLER, geboren 1978, studierte Germanistik, Anglistik und Skandinavistik in Freiburg und Dundee/Schottland. Sie arbeitet als Lehrerin und Theaterpädagogin und lebt mit ihrer Familie in einem kleinen Ort im Schwarzwald. Zuvor erschienen von ihr die Romane Mein Sommer mit Mucks sowie Tanz der Tiefseequalle (Beltz & Gelberg), die beide für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert wurden.
Foto © Christina Neidenbach / Beltz & Gelberg

Aus der Jurybegründung:

„Der unerwartete Tod seiner noch jungen Mutter wirft Ben genauso wie seinen Vater und den kleinen Bruder aus der Bahn. Der Vater versinkt in weitgehend sprachloser Trauer und lässt damit vor allem den 14-jährigen Ben allein […]. Stefanie Höfler entwickelt in ihrem dritten Roman auf wenigen Seiten ein breit aufgefächertes Bild von Trauer und vom Umgang damit. Sie spiegelt die Empfindungen des halbwüchsigen Jungen am Beispiel seines kleinen Bruders Krümel, der mit kindlichen Ritualen viel aktiver die Ablösung von der Verstorbenen betreibt; sie spiegelt Bens Situation auch an der Lage der Klassenkameradin Lina, deren Bruder seit langer Zeit im Koma liegt […]. Stefanie Höfler erfindet ungewöhnliche, oft unscheinbare, aber aussagekräftige Szenen, in denen die Vielschichtigkeit der psychologischen Belastungen nicht erklärt, sondern in Handlung aufgelöst wird. In einem kunstvoll aufgebauten Netz aus mehreren Zeitebenen umkreist der Roman ein düsteres Thema und liest sich doch als ein Buch der Hoffnung.“

BETTINA WILPERT, geboren 1989, studierte Kulturwissenschaft, Anglistik und Literarisches Schreiben in Potsdam, Berlin und Leipzig. nichts, was uns passiert ist ihr Debütroman, für den sie bereits mit dem ZDF-„aspekte”-Literaturpreis für das beste literarische Debüt des Jahres 2018 ausgezeichnet wurde. Sie arbeitet als Trainerin für Deutsch als Fremdsprache und lebt in Leipzig.
Foto: © linonono

Aus der Jurybegründung:

„Hat der Doktorand Jonas die Studentin Anna vergewaltigt oder haben sie einvernehmlich miteinander geschlafen? Das ist die Frage, der Bettina Wilpert in ihrem Debütroman nachgeht – und ein Thema, das aktuell in der Jugendliteratur häufiger behandelt wird. Ein nicht näher beschriebenes ‚Ich‘ protokolliert die Aussagen der beiden Hauptfiguren und die von Freunden und Verwandten […] und formt ein Mosaik, das viel über die unterschiedliche Wahrnehmung einer Situation durch zwei Menschen erzählt, aber auch viel über deren Milieu und über die Möglichkeiten und Grenzen der Justiz. […] Während das Bild immer detailreicher wird, zerbricht das Leben der beiden unter dem Druck, der auf ihnen lastet. Die bürokratische Klarheit des Protokolls ergibt keine Klarheit über den ‚wahren‘ Ablauf. Aussage steht gegen Aussage, juristisch kann kein Recht gesprochen werden. Der Roman fordert Leserinnen und Leser auf, sich ganz persönlich zu den beiden handelnden Figuren und dem Bild, das von ihnen entsteht, zu verhalten.“


Die Kranichsteiner Jugendliteratur-Stipendien werden seit 2010 jährlich vergeben. Sie dienen dazu, deutschsprachige Jugendbuchautoren, die bereits erste überzeugende Titel veröffentlicht haben und eine positive literarische Entwicklung erkennen lassen, in ihrer Position zu stärken. Unabhängig von den Anforderungen des Marktes und unter finanziell gesicherten Lebensumständen ermöglichen sie ihnen, ein nächstes Buchprojekt zu verwirklichen.

Kontakt:
Arbeitskreis für Jugendliteratur e.V., Bettina Neu,
Steinerstr. 15, Haus B, 81369 München,
Tel. (089) 45808087,
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www.jugendliteratur.org
 

Deutscher Literaturfonds e.V., Sabine Rössler,
Alexandraweg 23, 64287 Darmstadt,
Tel. (06151) 40930,
Enable JavaScript to view protected content.,
www.deutscher-literaturfonds.de

Ausschreibung: Nah dran! Neue Stücke für das Kindertheater
13.11.2018

Mit dem Autoren-Theater-Projekt Nah dran! sollen Prozesse in der Stückentwicklung und der Inszenierung von neuen szenischen Anordnungen für das Kindertheater ermöglicht werden. Im Zentrum von Nah dran! stehen die Autorinnen und Autoren, die das Feld des Stückeschreibens längst für sich erweitert haben und als selbständige Unternehmer – als Solisten oder Teamplayer – (Mit)Produzierende von Theaterereignissen sind. Autorinnen und Autoren und ihre, soweit bereits vorhanden, Verlagslektoren treten mit Theatern und Regisseurinnen und Regisseuren in Kontakt, um
im gemeinsamen Prozess ein Stück für das Kindertheater zu planen, zu schreiben und zur Uraufführung zu bringen. Autorinnen und Autoren werden ermuntert, die Partnerschaft von Theatern insbesondere in Mittel- und Kleinstädten sowie im ländlichen Raum zu suchen.

Autorinnen und Autoren sowie Theater und Regisseurinnen und Regisseure werden aufgefordert, sich gemeinsam mit einer Stückidee für das professionelle Kindertheater um die Förderung aus dem Projekt Nah dran! zu bewerben. Bis zu vier Autorinnen oder Autoren erhalten ein Auftragshonorar
von jeweils 6500 Euro für die prozesshafte Arbeit an einem neuen Stück, das sich durch Originalität, literarischen Anspruch und Zeitgenossenschaft der Stoffe auszeichnet. Die Stücke müssen sich an ein Publikum im Alter bis zu 10 Jahren richten. Das Stück muss durch das teilnehmende Theater zur Uraufführung gebracht werden. Das Stück soll zum  Nachspielen animieren und Eingang ins Repertoire finden.
Die beteiligten Theater, die die neuen Stücke bis zum 1. Juli 2021 uraufführen, erhalten einen projektbezogenen Zuschuss von jeweils 1000 Euro. Damit soll ermöglicht werden, die Autorinnen
und Autoren angemessen an dem Entwicklungs- und Inszenierungsprozess zu beteiligen.

Mit der gemeinsamen Bewerbung durch die Autoren und die Theater müssen eingereicht werden:
– eine Beschreibung des geplanten Stücks
– eine charakteristische Szene aus einem bereits fertigen Stück
– eine Vita und ein Werkverzeichnis
– ein Kurzporträt des kooperierenden Theaters und des begleitenden Verlages
– eine Bestätigung des kooperierenden Theaters über die Uraufführung des Stücks

Eine Jury entscheidet über die Vergabe der Auftragshonorare und Projektzuschüsse bis zum 1. Juni 2019. Die Bewerbungen (Einsendeschluss: 1. April 2019) sind in dreifacher Ausfertigung per Post zu richten an:

Kinder- und Jugendtheaterzentrum in der Bundesrepublik Deutschland, Projekt Nah dran!, Schützenstraße 12, 60311 Frankfurt am Main. Weitere Informationen: www.kjtz.de

Nachfragen richten Sie bitte an: Kinder- und Jugendtheaterzentrum in der Bundesrepublik Deutschland, Projektleitung: Henning Fangauf (Enable JavaScript to view protected content.)

 

Ergebnisse der Kuratoriumssitzung vom 5. und 6. November 2018
12.11.2018

Folgende Autorinnen und Autoren erhalten ein Werkstipendium:

Emma Braslavsky (Berlin) für einen Roman, Nina Bußmann (Berlin) für einen Roman, Oswald Egger (Neuss-Holzheim) für ein Prosaprojekt, Dieter M. Gräf (Berlin) für einen Gedichtband, Abbas Khider  (Berlin) für einen Roman, Martin Kluger (Berlin) für einen Roman, Susan Kreller (Bielefeld) für ein Jugendbuch, Julia von Lucadou (Heidelberg) für einen Roman, Brigitte Oleschinski (Berlin) für ein Prosaprojekt, Markus Orths (Karlsruhe) für einen Roman, Volker Sielaff (Dresden) für einen Gedichtband, Claudia Tondl (Wien) für ein Theaterstück, David Wagner (Berlin) für einen Roman.

Die Stipendien haben eine Laufzeit von zwölf Monaten und sind mit monatlich 3.000 Euro dotiert.

Projektzuschüsse erhalten:

Die Zeitschrift diaphanes (Zürich) für eine Ausgabe zum Thema Autorschaft, das Freie Deutsche Hochstift (Frankfurt am Main) für die Edition von drei Bänden der hist.-krit. Werkausgabe Clemens Brentanos, das Institut für Textkritik (Heidelberg) für die hist.-krit. Edition zweier Quarthefte Franz Kafkas, das Kooperationsprojekt Lyrikempfehlungen (für den Ausbau seiner Aktivitäten), das Literaturhaus Berlin für ein Schulprojekt, der Schöffling & Co. Verlag (Frankfurt am Main) für die Heraus­gabe des "Jahrbuchs der Lyrik", die Stiftung Lyrik Kabinett (München) für ein Projekt zur "Einflussfaszination", der Verein Kulturkind (Berlin) für ein Schulprojekt, die Zeitschrift Volltext (Wien) für vier Ausgaben 2019, die Jahresanthologie Tippgemeinschaft der Studenten des Deutschen Literaturinstituts in Leipzig.

Insgesamt wurden Fördermittel in Höhe von 934.792 Euro vergeben.

Antragsschluss für die nächste Sitzung ist der 30. November 2018.

 

Kranichsteiner Literaturpreis 2018
11.9.2018

Kranichsteiner Literaturpreis 2018

Der vom Deutschen Literaturfonds vergebene und mit 20.000 Euro dotierte Kranichsteiner Literaturpreis geht in diesem Jahr an Thomas Lehr. In der Begründung der Jury, der Bettina Fischer, Wilfried F. Schoeller und Christine Wahl angehören, heißt es:

„Der in Speyer 1957 geborene, heute in Berlin lebende Autor zahlreicher Romane und Geschichten schreibt sich mit seinem Werk, vor allem mit dem zuletzt erschienenen Großroman ‚Schlafende Sonne‘, wie kaum ein anderer deutscher Autor in die Fazilitäten der Moderne ein. Er bildet aus intellektuellen Abenteuern, philosophischen Beständen, naturwissenschaftlichen Kenntnissen und seinem besonderen Epochenverständnis ein überwältigendes sprachliches Kunstwerk, das den romantischen Traum vom Universalroman noch einmal aufnimmt. Im Patchwork aus privatem und aus öffentlichem Material führt Lehr eine Dreierkonstellation vor, die sich dem Spiel der Andeutungen, der literarischen Parallelführung, der Liebe und der Liebe zum Buch im Buch, der heiteren Freude und den schwirrenden Sinnen widmet. Wissenschaft und Literatur sollen erneut verschmolzen werden.

Thomas Lehrs Bücher sind Herausforderungen an die Leser – wie alle Gebilde aus Welt und Sprache; sie beschenken den Lesemutigen mit dem Versprechen, dass diesem Buch eines klug ausgreifenden Erzählers zwei weitere Teile folgen werden.“

 

Nominiert für den Kranichsteiner Literaturförderpreis

Für den Kranichsteiner Literaturförderpreis nominierte die Jury Gianna Molinari, Leander Steinkopf und Karosh Taha.
Alle drei Kandidaten werden sich am 16. November um 11:30 Uhr in einer öffentlichen Lesung in der Eleonorenschule in Darmstadt um den mit 5.000 Euro dotierten Preis der Fachjury bewerben. Mit ihren jeweils noch unveröffentlichten Textauszügen stellen sie sich gleichzeitig dem Urteil ei­ner Schülerjury. Diese vergibt, unabhängig von der Entscheidung der Fachjury, einen Preis in Höhe von 1.000 Euro.

Die Jury hat weiterhin zwei Aufenthaltsstipendien des Deutschen Literaturfonds vergeben:

New-York-Stipendium

Das 10-wöchige Aufenthaltsstipendium im Deutschen Haus der New York University erhält in diesem Jahr die in Berlin lebende Autorin Nina Bußmann.

London-Stipendium

Das ebenfalls 10-wöchige London-Stipendium an der Queen Mary University sprach die Jury Jens Wonneberger zu, der in Dresden lebt.

Alle Preise werden am 16. November um 19 Uhr im Literaturhaus Darm­stadt überreicht. Die Laudatio auf Thomas Lehr hält die Literaturkritikerin Meike Feßmann.

 

Die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien

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