Aktuelle Informationen

Ergebnisse der Kuratoriumssitzung des Deutschen Literaturfonds vom 2. März 2020
9.3.2020

Kuratoriumssitzung am 2. März 2020

Folgende Autorinnen und Autoren erhalten ein Werkstipendium:

Zsuzsa Bánk (Frankfurt/M.) für einen Roman, Katharina Bendixen (Leipzig) für ein Jugendbuch, Maja Haderlap (Klagenfurt) für einen Roman, G.H.H. (Berlin) für einen Roman, André Kubiczek (Berlin) für einen Roman, Mercedes Leona Lauenstein (München) für einen Roman, Angela Lehner (Berlin) für einen Roman, Tilman Rammstedt (Berlin) für einen Roman, Verena Roßbacher (Berlin) für einen Roman, Senthuran Varatharajah (Berlin) für einen Roman, Michael Walter (München) für eine Übersetzung.

Die seit zehn Jahren bestehende Kooperation mit dem Arbeitskreis für Jugendliteratur (München) wird erweitert: Zusätzlich zu den beiden bereits bestehenden Halbjahresstipendien für Jugendliteratur werden von 2021 an zwei Halbjahresstipendien für Kinderliteratur vergeben.

Die Stipendien haben eine Laufzeit von sechs bis zwölf Monaten und sind mit monatlich 3.000 Euro dotiert.

Projektförderungen erhielten die Literaturzeitschriften Die Horen und Schreibheft.

Insgesamt wurden Fördermittel in Höhe von 470.400 Euro vergeben.

Antragsschluss für die nächste Sitzung ist der 31. Mai 2020.

Darmstadt, 9. März 2020

 

Tagung des Deutschen Literaturfonds
4.2.2020

40 Jahre Deutscher Literaturfonds: Rückblick auf die Tagung am 31. Januar in Leipzig. Im Jahr 2020 feiert der Deutsche Literaturfonds sein 40-jähriges Bestehen. Als Auftakt des Jubiläumsjahres fand auf Einladung des Deutschen Literaturfonds vergangenen Freitag, dem 31. Januar 2020, im Deutschen Literaturinstitut Leipzig eine öffentliche Tagung statt. Moderiert durch Bettina Baltschev und Thomas Böhm debattierten 17 Diskutanten in vier Panels über die aktuelle Situation des Literaturbetriebs und warfen einen Blick in die Zukunft. Mit rund 100 Interessierten, darunter zahlreiche Studierende des Deutschen Literaturinstituts Leipzig sowie Medienvertreter, fand die Tagung bei vollem Haus statt.

 

Themen und zentrale Thesen

Nach einer Begrüßung durch Wend Kässens, Vorstandsvorsitzender des Deutschen Literaturfonds, eröffneten die Büchner-Preisträgerin Sibylle Lewitscharoff, die freie Kritikerin Meike Feßmann und der Schriftsteller Georg Klein das erste Panel zum Thema Erzählerische Freiheit, Fake und Fiktion. Laut Meike Feßmann darf „Literatur erfinden, lügen und mischen zwischen Realität und Fiktion, während der Journalismus das nicht darf“. Für Georg Klein ist Fake böse Absicht und niedere Vorteilsnahme. Man versuche Unklarheit zu stiften, wo Klarheit nötig sei. Literarische Fiktion verdiene dagegen den Ehrentitel der Erfindung, weil sie in der Regel nicht interessengeleitet sei.

Eine engagierte Debatte entstand bei dem Thema Political Correctness oder Literatur zwischen dem Podium, vertreten durch die Schriftstellerin Tina Uebel, den Lehmkuhl-Geschäftsführer Michael Lemling, die Kritikerin Mara Delius und die Verlegerin Antje Kunstmann, und insbesondere dem jüngeren Publikum. Einigkeit herrschte darüber, dass die bestehenden Konfrontationslinien nur durch das Gespräch aufgebrochen werden können. Dafür brauche es Orte der Begegnung, wie die Tagung gezeigt habe.

Die Sache mit dem Geld thematisierten der Schriftsteller Philipp Schönthaler, der freie Kritiker Oliver Jungen, die Verlegerin Siv Bublitz und der Verleger Daniel Beskos sowie Monika Eden, Leiterin des Literaturhauses Oldenburg. Die aktuelle Marktsituation zwinge die Verlage, ihre Programme zu reduzieren. Zudem seien immer mehr Autorinnen und Autoren auf Stipendien und Preise angewiesen, was nicht zuletzt durch die Konzentration der Aufmerksamkeit auf wenige Bücher unterstützt werde.

Abschließend wagten die Vorsitzende des VS, Lena Falkenhagen, Bernd Schmidt (Kiepenheuer Medien), Robert Staats (VG Wort), der Journalist und Berater für Medienhäuser Teja Adams und John Weitzmann von Wikimedia mit der Frage Urheberrecht und digitale Plattformen – geht das zusammen? einen Blick in die Zukunft. In einem Punkt waren sich alle einig: Wenn das Urheberrecht nicht geschützt werde, gehe die kulturelle Vielfalt verloren.

 

Eröffnungsabend
„Wie finden junge Autoren in die Verlage?“

Die Tagung wurde am Vorabend mit einer öffentlichen Veranstaltung zum Thema Wie finden junge Autoren in die Verlage? gemeinsam mit MDR Kultur – Das Radio eröffnet. Vor rund 70 Zuhörern sprachen darüber Janna Steenfatt (Autorin), Josef Haslinger (Deutsches Literaturinstitut Leipzig), Wend Kässens (Deutscher Literaturfonds) und Jo Lendle (Hanser Verlag). Im Anschluss las Janna Steenfatt zum ersten Mal aus ihrem Debütroman „Die Überflüssigkeit der Dinge“ (soeben bei Hoffmann und Campe erschienen). Durch den Abend führte Jörg Schieke.

Die Tagung und der Eröffnungsabend wurden gefördert durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien.

 

Service

Videomitschnitte der einzelnen Debattenrunden der Tagung finden Sie in Kürze unter
https://www.youtube.com/channel/UCw6zcTgLXlv0HGmdM0dNG6g

Außerdem veröffentlicht der Podcast literaturcafe.de Interviews mit Teilnehmern der Tagung. Weitere Informationen unter https://www.literaturcafe.de/rubrik/podcast/

 

Presse- und Interviewanfragen richten Sie bitte an:

Politycki & Partner, Literatur- und Pressebüro
Birgit Politycki, Telefon 040-4309315-12,
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Deutscher Literaturfonds
Sabine Rössler, Telefon 06151-40930,
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Politycki & Partner
Literatur- und Pressebüro
Schulweg 16
20259 Hamburg
Tel: 040-430 9315-14

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www.politycki-partner.de
https://www.facebook.com/Politycki.Partner

 

40 Jahre Deutscher Literaturfonds
28.1.2020

Abendveranstaltung am 30. Januar
in Leipzig

Am 30. Januar 2020 wird die Tagung des Deutschen Literaturfonds auf einer öffentlichen Abendveranstaltung gemeinsam mit MDR Kultur – Das Radio eröffnet. Zu dem Thema Wie finden junge Autoren in die Verlage? diskutieren die Autorin Janna Steenfatt, Josef Haslinger (Deutsches Literaturinstitut Leipzig), Wend Kässens (Deutscher Literaturfonds) und Jo Lendle (Hanser Verlag). Im Anschluss liest Janna Steenfatt zum ersten Mal aus ihrem Debütroman Die Überflüssigkeit der Dinge (Hoffmann und Campe). Den Abend moderiert Jörg Schieke (MDR Kultur – Das Radio).

 

Tagung am 31. Januar
in Leipzig

Im Jahr 2020 feiert der Deutsche Literaturfonds sein 40-jähriges Bestehen. Als Auftakt zum Jubiläumsjahr findet am 31. Januar 2020 im Deutschen Literaturinstitut Leipzig eine öffentliche Tagung mit Autoren, Verlegern, Kritikern und Buchhändlern statt.

Veranstaltungsort:
Deutsches Literaturinstitut Leipzig (DLL)
Wächterstraße 34
04107 Leipzig

(Die Veranstaltung wird via Livestream übertragen und kann über unseren Youtube-Kanal oder unsere facebook-Seite verfolgt werden).

Die Tagung

Der Einladung des Deutschen Literaturfonds folgen u.a. die Büchner-Preisträger Lukas Bärfuss und Sibylle Lewitscharoff sowie Georg Klein und Meike Fessmann, die über das Verhältnis von erzählerischer Freiheit, Fake und Fiktion diskutieren. Das Spannungsfeld von Political Correctness oder Literatur untersuchen u.a. Tina Uebel, Zoë Beck, Mara Delius und Michael Lemling. Philipp Schönthaler, Oliver Jungen, Siv Bublitz, Daniel Beskos und Monika Eden sprechen zum Thema Die Sache mit dem Geld. Abschließend beleuchten u.a. Lena Falkenhagen, Robert Staats und John Weitzmann die Frage Urheberrecht und digitale Plattformen – geht das zusammen? Die Moderation übernehmen Bettina Baltschev und Thomas Böhm.

Der Eintritt zu Tagung und Abendveranstaltung ist frei.
Für die Tagung bitten wir um Anmeldung bis Freitag, 24. Januar 2020, per Mail an Stefanie Stein: Enable JavaScript to view protected content..

Die Veranstaltungen werden in Ton und Bild mitgeschnitten. Zudem wird die Tagung per live-stream übertragen.

 

Teilnehmer und Programm

Donnerstag, 30. Januar 2020
Öffentliche Veranstaltung gemeinsam mit MDR Kultur – Das Radio.
Beginn: 19.30 Uhr
Wie finden junge Autoren in die Verlage?
Podiumsgespräch und Lesung mit
Janna Steenfatt, Josef Haslinger, Jo Lendle und Wend Kässens
Im Anschluss liest Janna Steenfatt aus ihrem Debütroman Die Überflüssigkeit der Dinge


Freitag, 31. Januar 2020
Moderation: Thomas Böhm und Bettina Baltschev

9.00 Uhr – 10.30 Uhr:
Erzählerische Freiheit, Fake und Fiktion
Podium:
Lukas Bärfuss (Autor)
Meike Fessmann (Journalistin)
Georg Klein (Autor)
Sibylle Lewitscharoff (Autorin)

10.30 – 11.00 Uhr: Kaffeepause

11.00 – 12.30 Uhr:
Political Correctness oder Literatur
Podium:
Zoë Beck (Autorin / Verlegerin / Übersetzerin)
Mara Delius (Die Literarische Welt)
Antje Kunstmann (Kunstmann Verlag)
Michael Lemling (Buchhandlung Lehmkuhl)
Tina Uebel (Autorin)

12.30 – 14.00 Uhr: Mittagspause

14.00 – 15.00 Uhr:
Die Sache mit dem Geld
Podium:
Daniel Beskos (mairisch Verlag)
Siv Bublitz (S. Fischer Verlage)
Monika Eden (Leiterin des Literaturbüros Oldenburger Land)
Oliver Jungen (Journalist)
Philipp Schönthaler (Autor)

15.00 – 15.30 Uhr: Kaffeepause

15.30 – 16.30 Uhr:
Urheberrecht und digitale Plattformen – geht das zusammen?
Podium:
Teja Adams (Journalist)
Lena Falkenhagen (Vorsitzende des VS – Verband deutscher Schriftstellerinnen und Schriftsteller)
Bernd Schmidt (Kiepenheuer Bühnenvertrieb)
Robert Staats (VG Wort)
John Weitzmann (Wikimedia)

16.30 – 17.00 Uhr: Zusammenfassung
 

 

Der Große Preis des Deutschen Literaturfonds

Im Jubiläumsjahr vergibt der Deutsche Literaturfonds erstmals den Großen Preis des Deutschen Literaturfonds. Die Preisverleihung findet am 7. Oktober 2020 in Berlin statt. Hervorgegangen aus dem Kranichsteiner Literaturpreis wählt eine Jury den Preisträger ausschließlich aus dem Kreis der bisherigen Stipendiaten aus. Damit hat jeder erfolgreiche Bewerber um ein Stipendium zusätzlich die Chance, den Großen Preis des Deutschen Literaturfonds zu erhalten.

 

Kontakt für die Medien:
Politycki & Partner, Literatur- und Pressebüro
Birgit Politycki, Telefon 040-4309315-12,
Mail: Enable JavaScript to view protected content.

Deutscher Literaturfonds
Sabine Rössler, Telefon 06151-40930,
Mail: Enable JavaScript to view protected content.

 

Ausschreibung für den Paul-Celan-Preis
9.1.2020

Seit 1988 stiftet der Deutsche Literaturfonds den Paul-Celan-Preis für herausragende Literaturübersetzungen ins Deutsche. Er ist für ein belletristisches Werk bestimmt, das lieferbar und in einem deutschsprachigen Verlag erschienen ist. Die Dotierung beträgt 20.000 Euro, die Verleihungen finden seit vielen Jahren während der Frankfurter Buchmesse statt.

Neben der Jury können auch Verlage Kandidaten für die Auszeichnung vorschlagen.

Bewerbungen können Verlage bis zum 29. Februar 2020 beim Deutschen Literaturfonds e.V., Alexandraweg 23, 64287 Darmstadt, einreichen.

Erforderlich sind sechs Exemplare des übersetzten Werks, ein etwa zwanzig Seiten umfassender Auszug aus dem Original sowie eine Biobibliographie der Übersetzerin oder des Übersetzers. Weitere Informationen entnehmen Sie bitte dem Statut zum Paul-Celan-Preis.

 

Kranichsteiner Literaturpreis 2019
6.12.2019

Der vom Deutschen Literaturfonds vergebene und mit 30.000 Euro dotierte Kranichsteiner Literaturpreis ging in diesem Jahr an Nora Bossong.
Die Verleihung fand am 6. Dezember 2019 um 19:00 Uhr im Theater Moller Haus in Darmstadt statt.
Die Laudatio hielt der Journalist Alexander Cammann.

In der Begründung der Jury, der Bettina Fischer, Manuela Reichart und Wilfried F. Schoeller angehören, heißt es:

 „Nora Bossong schreibt Romane, Gedichte, Essays und Reportagen –  und ist in all diesen literarischen Genres eindrucksvoll zu Hause. In ihrem Gedichtband 'Kreuzzug mit Hund' beschwört sie nicht zuletzt die europäische Idee, in ihrer literarischen Reportage 'Rotlicht' erforscht sie einen Bereich, zu dem Frauen keinen Zugang haben, in ihrem (im kommenden Herbst erscheinenden) Roman 'Schutzzone' geht es nicht nur um das 'Zögern in vielen Abstufungen', das das Leben einer jungen Mitarbeiterin der Vereinten Nationen in Genf bestimmt, vor allem dreht sich hier alles um eine grundsätzliche literarische Frage: 'Sucht man sich ein Leben aus? Oder lebt man es nicht eher?'
Die Jury des Kranichsteiner Literaturpreises ist beeindruckt von der Virtuosität und literarischen Klugheit dieser 1982 in Bremen geborenen, in Berlin lebenden Autorin.“


Für den Kranichsteiner Literaturförderpreis hatte die Jury Helene Bukowski, Karoline Menge und Katharina Mevissen nominiert. Alle drei Kandidaten stellten sich am 6. Dezember um 11:30 Uhr in einer öffentlichen Lesung in der Eleonorenschule in Darmstadt dem Publikum, sowie der Fach- und der Schülerjury. Der mit 5.000 Euro dotierte Preis der Fachjury wurde schließlich Katharina Mevissen für ihren Text "Mutters Stimmbruch" zugesprochen. Die Schülerjury entschied sich dafür, ihren mit 1.000 Euro dotierten Preis an Karoline Menge zu vergeben, die die Schülerinnen und Schüler des Leistungskurses Deutsch mit ihrem Text "Schischuri" überzeugte.
Als Sprecherinnen der Schülerjury diskutierten auf dem Podium:
Leonie Holst, Julia Hönig, und Lena Wiegmann.
Die Mitglieder der Fachjury: Bettina Fischer, Manuela Reichart, Wilfried F. Schoeller und Hans Thill.


Im Rahmen der Verleihungsveranstaltung am Abend ebenfalls vergeben wurden zwei Aufenthaltstipendien:

Das 10-wöchige Aufenthaltsstipendium im Deutschen Haus der New York University erhielt in diesem Jahr der in Berlin lebende Autor Jan Brandt.

Das 10-wöchige London-Stipendium an der Queen Mary University hatte die Jury Norbert Zähringer zugesprochen, der ebenfalls in Berlin lebt.

Alle Preise wurden am 6. Dezember um 19 Uhr im Darmstädter Moller-Theater überreicht.

 

Die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien