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Paul-Celan-Preis 2016
30.6.2016

Der vom Deutschen Literaturfonds alljährlich vergebene Paul-Celan-Preis für her­aus­ragen­de Übersetzungen ins Deutsche geht in diesem Jahr an Anne Birkenhauer.

Sie wird mit dem Preis für ihr Gesamtwerk ausgezeichnet, das Übersetzungen aus dem Hebräischen umfasst, darunter Werke von Aharon Appelfeld, Chaim Be’er, David Grossman, Ilana Hammerman, Jehoshua Kenaz, Eskol Nevo, Jaakow Shabtai, Ar­yeh Sivan u. a. m. Besonders würdigt die Jury ihre Übersetzung des 2016 erschienenen Romans „Kommt ein Pferd in die Bar“ von David Grossman, in der es ihr auf bewundernswerte Weise gelungen ist, den ständigen Wechsel der Tonlage mit blitzschnellen Sprüngen von kalkuliert klamaukhafter Komik zu bitterbösem Ernst, von vulgärem Gejohle zu entsetztem Schweigen, der diesen fast experimentell angelegten Roman stilistisch beherrscht, in allen Nuancen plastisch und nachvollziehbar wiederzugeben.

Der Jury gehören an: Hinrich Schmidt-Henkel, Gabriele Leupold, Burkhart Kroeber, Miriam Mandelkow und Gunther Nickel.

Der mit 15.000 Euro dotierte Preis wird am 20. Oktober um 18 Uhr im Lesezelt der Frankfurter Buchmesse vergeben. Die Laudatio wird der Literaturkritiker Lothar Müller halten.

Bewerbungen für den Paul-Celan-Preis 2017 können Verlage bis zum 28. Februar 2017 beim Deutschen Literaturfonds e.V., Alexandraweg 23, 64287 Darmstadt einreichen. Erforderlich sind fünf Exemplare des übersetzten Werks, ein etwa zwanzig Seiten umfassender Auszug aus dem Original sowie eine Biobibliographie der Übersetzerin oder des Übersetzers.

Die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien

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