Aktuelle Informationen

Paul-Celan-Preis 2017 an Christiane Körner
30.6.2017

Die Übersetzerin Christiane Körner erhält den Paul-Celan-Preis 2017 für herausragende literarische Übersetzungen ins Deutsche. Weitere Informationen dazu finden sich hier:

http://deutscher-literaturfonds.de/preise/paul-celan-preis/

Stipendien für neue Kinderstücke vergeben
14.4.2017

Die dreiköpfige Jury, bestehend aus Katrin Maiwald (Staatstheater Mainz), Prof. Dr. Gunther Nickel (Deutscher Literaturfonds) und Henning Fangauf (KJTZentrum), hat nun über die Vergabe der vier Stipendien 2017 entschieden. Gefördert werden folgende Autorin und Autoren mit jeweils 6.500,– € für ihre neuen Stücke, die von den Partnertheatern in der Spielzeit 2018/19 uraufgeführt werden:

Carsten Brandau mit „Schiefer Gehen“ (AT) in Kooperation mit dem Mannheimer Theaterhaus G7 und der Regisseurin Inka Neubert. Das Stück des Hamburger Autors richtet sich an Kinder ab 7 Jahren. Welche Rolle spielt das Scheitern, das Gefühl des Versagens für Kinder in unserer „Erfolgsgesellschaft“? Dieser Frage will das Stück nachgehen.

Anah Filou mit „Am Hafen mit Vogel“ in Kooperation mit dem Hessischen Landestheater Marburg. Die Wienerin Anah Filou ist Masterstudentin der Philosophie und Teilnehmerin des DRAMA FORUMS (uniT) in Graz. Was bedeuten Grenzen, was bedeutet ein Pass, was spielt sich in den Transitzonen dieser Welt ab? Diesen, für das Kindertheater ungewohnten Fragen, geht das Stück für Kinder ab 6 nach.

Finn-Ole Heinrich und Dita Zipfel mit „Vom Leben und Sternen“ in Kooperation mit dem Regisseur Benedikt Grubel und der Württembergischen Landesbühne Esslingen. Das Autorenteam plant „Ein Stück Science Fiction“ zu schreiben und mit dem alltäglichen Denken in die Weiten des Kosmos‘ vorzustoßen. Damit setzten Autor und Regisseur ihre 2015 erfolgreich begonnene Zusammenarbeit mit der Jungen WLB Esslingen fort.

Jens Raschke mit „Wer nicht träumt ist selbst ein Traum“ (AT) in Kooperation mit dem Theater an der rott, Eggenfelden und dem Regisseur Markus Steinwender. Geplant ist ein atmosphärisch dichtes, sehr einfühlsames Stück in dem sich der 8-jährige Finn, der seine Schwester verloren hat, und die 12-jährige Ahlam, die ohne ihre Eltern geflüchtet ist, begegnen.

Nähere Informationen:

Henning Fangauf
Kinder- und Jugendtheaterzentrum
in der Bundesrepublik Deutschland
Schützenstraße 12, 60311 Frankfurt/M.
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Ergebnisse der Kuratoriumssitzung
vom 3. und 4. April 2017

5.4.2017

Folgende Autorinnen und Autoren erhalten ein Werkstipendium:

  • Gesine Bey (Berlin), 
  • Bernd Cailloux (Berlin)
  • das Autorenduo Astrid Dehe (Münster)
    Achim Engstler (Varel)
  • Anne von Canal (Hamburg)
  • Ralph Dutli (Heidelberg)
  • Raphaela Edelbauer (Wien)
  • Heinz Helle (Biel)
  • Marianne Jungmaier (Berlin)
  • Kerstin Kempker (Berlin)
  • André Kubiczek (Berlin)
  • Karla Schneider (Wuppertal)
  • Jochen Schimmang (Oldenburg)
  • Raoul Schrott (Egg)

Die Stipendien haben eine Laufzeit von vier bis zwölf Monaten und sind mit monatlich 2.000 Euro dotiert.

Projektzuschüsse erhalten:

  • Die Zeitschrift BELLA triste (für ein Schulprojekt)
  • Alexandru Bulucz (für die Herausgabe eines Buchs mit Essays von Stanislaw Baranczak)
  • die Zeitschrift Kritische Ausgabe (für ein Heft zum Thema „Freiheit“).

Insgesamt wurden Fördermittel in Höhe von 282.400 Euro Euro vergeben.

Antragsschluss für die nächste Sitzung ist der 30. Mai 2017.

Kranichsteiner Jugendliteratur-Stipendien 2017
21.2.2017

In diesem Jahr wurden Que Du Luu für ihren Roman Im Jahr des Affen (Königskinder) und Michael Sieben für sein Jugendbuch Ponderosa (Carlsen) mit den Kranichsteiner Jugendliteratur-Stipendien ausgezeichnet. Beide erhalten ein jeweils sechsmonatiges Stipendium in Höhe von 12.000 Euro. Weitere Informationen dazu finden sich hier: Kranichsteiner Jugendliteratur-Stipendien.

Kranichsteiner Literaturpreis 2016
11.11.2016

Der vom Deutschen Literaturfonds vergebene Kranichsteiner Literaturpreis ging 2016 an Ulrich Peltzer. Der 1956 in Krefeld geborene Schriftsteller lebt heute in Berlin. Er erhielt den mit 20.000 Euro dotierten Preis in Anerkennung seines bisherigen Werks unter besonderer Berücksichtigung des Romans „Das bessere Leben“. In der Begründung der Jury heißt es:

„In Ulrich Peltzers Roman Das bessere Leben jagen zwei Männer und eine Frau um die Welt, dem großen Geld auf der Spur. Oder vielleicht doch eher dem Glück? Eindrucksvoll stellt Peltzer unter Beweis, dass man auf die Zuspitzungen der Gegenwart literarisch reagieren kann: kein linearer Plot, sondern ein polyphones Cluster, keine übergeordnete Beobachterinstanz, sondern ein Erzählen aus dem Inneren der Figuren heraus. Gedankenketten, Erinnerungssplitter und Dialogfetzen vermischen sich. Das bessere Leben ist auch ein Roman über die Zukunft des Schreibens.“

Ebenfalls ausgezeichnet wurde in diesem Jahr der in Chieming am Chiemsee lebende Autor Norbert Niemann. Er erhielt ein 10-wöchiges Aufenthaltsstipendium im Deutschen Haus der New York University.

Das London-Stipendium an der Queen Mary University sprach die Jury der Autorin Daniela Danz zu, die im thüringischen Kranichfeld lebt.

Für den Kranichsteiner Literaturförderpreis nominierte die Jury die Autorinnen Shida Bazyarund Marie Malcovati sowie den Autor Senthuran Varatharajah.

Alle drei Kandidaten bewarben sich am 11. November um 11:30 Uhr in einer öffentlichen Lesung in der Justus-Liebig-Schule in Darmstadt um den mit 5.000 Euro dotierten Preis der Fachjury. Mit ihren jeweils noch unveröffentlichten Textauszügen stellten sie sich gleichzeitig dem Urteil einer Schülerjury. Diese vergab, unabhängig von der Entscheidung der Fachjury, einen Preis in Höhe von 1.000 Euro.

Den Kranichsteiner Literaturförderpreis erhielt Senthuran Varatharajah für seinen Text „Farbenlehre“.
Die Schülerjury entschied sich für den Text „Die du dir baust“ von Shida Bazyar.

Der Fachjury gehören Maike Albath, Wilfried F. Schoeller und Christine Wahl an.

Alle Preise wurden am Abend des 11. November um 19 Uhr im Literaturhaus in Darmstadt überreicht. Die Laudatio  auf Ulrich Peltzer hielt Wiebke Porombka.

Die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien