Der Deutsche Literaturfonds auf der Frankfurter Buchmesse - Zentrum Wort 2026
Das Zentrum Wort hat sich in den letzten drei Jahren als zentraler Treffpunkt für Gegenwartsliteratur und Übersetzung auf der Frankfurter Buchmesse etabliert. Auch 2026 geht es mit einem breit gefächerten und hochkarätigen, internationalen Bühnenprogramm an den Start – erstmals in der Publikums-Halle 5.0. Das Networking-Areal bietet wieder Raum für Gespräche und ist offen für die ganze Branche.
Frankfurter Buchmesse
Zentrum Wort, Bühne für Literatur und Übersetzung
Halle 5.0 C 115
Die Eröffnungsveranstaltung 100/50 – Das doppelte Bachmann-Jahr bestreiten Ina Hartwig, Teresa Präauer, Regina Schilling und Insa Wilke (Mod.) am Mittwoch, 7. Oktober um 12 Uhr.
2026 wurde zum "Ingeborg-Bachmann-Jahr" ausgerufen: Die österreichische Autorin hätte in diesem Jahr ihren hundertsten Geburtstag gefeiert - im vergangenen Juni wurde zudem das 50. Jubiläum des Ingeborg-Bachmann-Preises in Klagenfurt begangen. Die Teilnehmerinnen des Panels haben alle einen besonderen und spezifischen Blick auf die Autorin, ihr Werk und ihre Rezeption: von der literarischen über die biografische Warte, der dokumentarfilmischen Annäherung bis hin zur Frage, welche Verantwortung sich mit Ingeborg Bachmann als Namenspatronin für den wichtigsten Literaturwettbewerb im deutschsprachigen Raum verbindet. Ein Gespräch über eine Jahrhundertdichterin, deren Werk noch lange nicht auserzählt ist.
Das »Zentrum Wort« bringt an den Messetagen deutschsprachige und internationale Stimmen aus Theorie und Praxis auf die Bühne und miteinander ins Gespräch. Im Mittelpunkt stehen aktuelle Debatten über Literatur, Übersetzung und die kulturpolitischen Fragen unserer Zeit. Neue deutschsprachige und internationale Literatur sowie übersetzerische Praxis können während des gesamten Programms in aller Vielfalt erlebt werden.
Wohin geht die Literatur? Diese Frage begleitet das literarische Programm in diesem Jahr. Wir schauen auf die zunehmenden Verwerfungen zwischen der Sphäre der Literaturproduktion und den Ansprüchen des Marktes, auf die veränderte und schwindende Leserschaft und den Wandel des Literaturbegriffs selbst. Wir nehmen die Bedrohung durch neurechte Literaturpolitik in den Blick und fragen nach Strategien, wie Kunst und Wissenschaft ihre Unabhängigkeit gegenüber politischen Einflussnahmen verteidigen können. Vor allem aber präsentieren wir eine Vielzahl faszinierender literarischer Stimmen in Lesungen und Gesprächen, wobei immer auch die Bedingungen der Entstehung von Literatur sichtbar gemacht werden.
Als Bühne für das literarische Übersetzen lenkt das "Zentrum Wort" in zahlreichen Veranstaltungen den Blick auf die Qualität und die Unverzichtbarkeit menschlicher Übersetzungen in all ihrer Vielfalt. Die Möglichkeiten und Grenzen von KI sind ebenso Thema wie die geopolitischen Spannungsfelder, in denen Übersetzer:innen heute arbeiten – etwa beim Übersetzen aus dem Russischen und Chinesischen. Es geht um die Sichtbarkeit von Übersetzer:innen zwischen Feuilleton und BookTok, und eine Dead Translators Show erinnert an jene Stimmen, die Literatur über Sprachgrenzen hinweg geprägt haben.
Mit dabei sind: Bettina Abarbanell, Myriam Alfano, Maryam Aras, Shida Bazyar, Larissa Bender, Karin Betz, Yannic Han Biao Federer, Katharina Borchardt, Yevgeniy Breyger, Alexandru Bulucz, Clemens Böckmann, Paul-Henri Campbell, Justus Carl, George Demir, Daniela Dröscher, Heinz Drügh, Anna Eble, Julia Encke, Barbara Englert, Kaleb Erdmann, Ricarda Essrich, Lena Falkenhagen, Heide Franck, Heike Geißler, Vera Elisabeth Gerling, Joshua Groß, Sebastian Guggolz, Franziska Gänsler, Christian Hansen, Ina Hartwig, Franziska Hörner, Jayne-Ann Igel, Paul Ingendaay, Wolf Iro, Andreas Jandl, Sabrina Janesch, Elza Javakhishvili, Finn Job, Tobias Kiwitt, Patricia Klobusiczky, Mirko Kraetsch, Christiane Körner, Miku Sophie Kühmel, Son Lewandowski, Günter Leypoldt, Miedya Mahmod, Florian Malzacher, Henrieke Markert, Francesca Melandri, Freyja Melsted, Lisa Mensing, Stefan Moster, Leonie Nückell, Yade Yasemin Önder, Theresia Prammer, Anna Maria Praßler, Teresa Präauer, Eva Profousová, Sylvia Reinart, Julia Rosche, Kathrin Röggla, Judith Schalansky, Regina Schilling, Lea Schneider, Gaea Schoeters, Boris Schumatsky, Julia Schwenk, Melanie Sehgal, Lara Sielmann, Wiebke Stoldt, Karosh Taha, Beate Tröger, Arne Upmeier, Fariba Vafi, Oliver Vogel, Dana Vowinckel, Jan Wiele, Insa Wilke, Julia Wolf, KP Wolf, Ivna Žic u.v.a.
Das "Zentrum Wort" wird gemeinschaftlich getragen und organisiert vom Deutschen Literaturfonds, dem Deutschen Übersetzerfonds, dem Verband deutschsprachiger Übersetzer/innen und der Kunststiftung NRW.
Gefördert mit Mitteln des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, mit Unterstützung der Crespo Foundation und der Frankfurter Buchmesse.

