Tausende literarische (Wieder-)Begegnungen mit Autorinnen und Autoren

Aktuell ist aufgrund der Ausschöpfung des Budgets durch die bereits eingereichten Bewerbungen eine Antragstellung leider nicht mehr möglich.

 

1. Ziel der Maßnahme

Der Deutsche Literaturfonds ruft in Abstimmung mit den Mitgliedsverbänden des Deutschen Literaturfonds – darunter der PEN, der VS – Verband deutscher Schriftstellerinnen und Schriftsteller, der Deutsche Bibliotheksverband und der Börsenverein des Deutschen Buchhandels – sowie dem Netzwerk der Literaturhäuser und ggf. noch unter Einbeziehung weiterer Partner ein Strukturförderungsprogramm zur Wiederaufnahme literarischer Veranstaltungen ins Leben. Das Ziel ist, auf diese Weise demnächst wieder tausende literarische Begegnungen zu ermöglichen.

Das Programm zielt in die Breite unseres Landes, auch in den ländlichen Raum, und richtet sich unmittelbar an alle Institutionen und Veranstalter, bei denen Autorinnen und Autoren zu Wort kommen können und auf ein Publikum stoßen: an Bibliotheken und Buchhandlungen, Literaturhäuser und Literaturbüros (insbesondere jene in den kleineren Städten), Kulturhäuser, Lesereihen und Lesebühnen, Museen und Theater, auch literarische Programme an Schulen und Hochschulen.

Nicht die Autorinnen und Autoren bewerben sich, sondern die Veranstalter planen. Gerade unter den einschränkenden Voraussetzungen – Abstandsregelung, Hygienevoraussetzungen, begrenzte Publikumszahl, monatelange Absenz literarischer Veranstaltungen, massive Einnahmeausfälle und -verluste von Künstlern und Veranstaltern – können solche Kulturveranstaltungen mit deutschsprachiger Literatur (ausgenommen Sachbücher und verwandte Genres), aber auch mit literarischem Gespräch oder monologischem oder dialogischem Sprachwitz in jeder Hinsicht neue Perspektiven für alle an einem solchen Projekt Beteiligten eröffnen, nicht zuletzt auch für das Publikum.

2. Teilprogramm I: Förderung von Einzelveranstaltungen

2.1. Zuwendungsempfänger, Gegenstand der Förderung

Gefördert werden ausschließlich Veranstaltungen, deren Gegenstand einen literarischen Charakter im Sinne der Satzung des Deutschen Literaturfonds hat.

Die Förderung kann nur von den Veranstaltern, nicht von den Autorinnen und Autoren beim Deutschen Literaturfonds beantragt werden. Verbände und sonstige Institutionen können ebenfalls Projektmittel für konkrete Vorhaben beantragen.
Gefördert werden kann mit einem Betrag von max. 1.000 Euro pro Autorin oder Autor (verpflichtend 500 Euro plus ggf. MwSt. für Honorar, dazu Reise- und Übernachtungskosten). Es sind auch Einzelveranstaltungen mit mehreren Autorinnen und Autoren denkbar, in diesem Fall können entsprechend höhere Summen beantragt werden.

Aus eigenen Mitteln sind die Vorort-Betreuung der Auftretenden und die Organisation und Betreuung der Veranstaltung zu zahlen, wobei hier auch geldwerte Eigenleistungen anerkannt werden.

In begründeten Fällen können Veranstalter auch Mittel für die in der aktuellen Pandemiesituation zur Realisierung der Veranstaltung erforderliche Technik sowie weitere nicht anders finanzierbare Sach- oder Honorarkosten beantragen. Dazu gehören beispielsweise Aufwendungen für Raumanmietungen, Öffentlichkeitsarbeit, Aufbau und Support, Moderation oder KSK-Gebühren.

Es kann nur ein Folgeantrag innerhalb der Laufzeit des Sonderprogramms gestellt werden.

Bei einer Absage von Präsenzveranstaltungen aufgrund einer Verschlechterung der Pandemieentwicklung werden Ausfallhonorare gezahlt.

Auch die erzwungene Verlagerung der Veranstaltung in digitale Formate ist möglich und kann gefördert werden.

2.2. Verfahren

Die Maßnahme wird am 10. Juli 2020 öffentlich bekanntgemacht. Anträge können ab dem 31. Juli 2020 gestellt werden. Der Antrag ist an den Deutschen Literaturfonds zu richten, er kann mit allen Unterlagen in digitaler Form gestellt werden.

Der Antrag muss enthalten:

  • die gültige Satzung oder ein vergleichbares Dokument (z.B. Gewerbeschein, Umsatzsteuer-ID), Handels-/Vereinsregisterauszug
  • eine Skizze des Vorhabens
  • einen Finanzierungsplan
  • das ausgefüllte Formblatt Nr. 1

Die Bearbeitung der Anträge erfolgt in der Reihenfolge ihres Eingangs, jedoch nur dann, wenn alle erforderlichen Unterlagen vorliegen.

Die Prüfung der Anträge erfolgt durch die Geschäftsstelle des Deutschen Literaturfonds, die bis zu einer Antragssumme von 3.000 Euro auch über die Anträge entscheidet. Bei Antragssummen über 3.000 Euro entscheidet eine Kommission des Kuratoriums auf der Grundlage der Vorschläge der Geschäftsstelle. Für Anträge über 50.000 Euro ist eine Einbeziehung der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien erforderlich.

Fördermittel werden als nicht rückzahlbarer Zuschuss in der Regel als Festbetragsfinanzierung gewährt.

Es besteht kein Anspruch auf Gewährung einer Zuwendung.
Der Literaturfonds beendet diesen Teil des Projekts „Neustart Kultur“, sobald die bewilligten Sondermittel ausgeschöpft sind, spätestens zum 31.12.2021.

3. Teilprogramm II: Förderung von Programmpaketen

3.1. Zuwendungsempfänger, Gegenstand der Förderung

Verbände, Vereine, Institutionen und Veranstalter können ganze Programmpakete beantragen, auch die Förderung von Festivals ist möglich. Auch für die Programmpakete gilt, dass sie einen literarischen Charakter im Sinne der Satzung des Deutschen Literaturfonds aufweisen müssen. Die Förderung umfasst Veranstaltungen mit deutschsprachiger Literatur (ausgenommen Sachbücher und verwandte Genres). Auch Mischformen zwischen Präsenzveranstaltung und digitalen Formaten können gefördert werden.

Die für Autorinnen und Autoren bereitstehenden Fördersummen im Rahmen von Programmpaketen entsprechen denen von Einzelveranstaltungen (Honorar: verpflichtend 500 EUR ggfls. zzgl. MwSt., Reise- und Übernachtungskosten, insgesamt max. 1.000 EUR p.P.).

Aus eigenen Mitteln sind die Vorort-Betreuung der Auftretenden und die Organisation und Betreuung der Veranstaltung sowie lokale Werbemaßnahmen zu zahlen, wobei hier auch geldwerte Eigenleistungen anerkannt werden.

Bei umfangreichen Projekten in einer Trägerschaft oder bei von einer Einrichtung koordinierten Kooperationsprojekten, beispielsweise einer Veranstaltungsreihe an mehreren Veranstaltungsorten, können zusätzlich Organisationskosten beantragt werden.

In begründeten Fällen können auch Mittel für die in der aktuellen Pandemiesituation zur Realisierung des Projekts erforderliche Technik, Organisationskosten sowie weitere nicht anders finanzierbare Sach- oder Honorarkosten beantragt werden. Über die unter 2.1 genannten Posten hinaus gehören hierzu auch durch aufwendigere Projekte zusätzlich anfallende Personalkosten.

Der maximale Förderbetrag für Programmpakete beträgt 400.000 EUR.

Es wird nur eine Zuwendung pro Antragsteller gewährt.
Bei einer Absage von Präsenzveranstaltungen aufgrund einer Verschlechterung der Pandemieentwicklung werden Ausfallhonorare gezahlt.

Auch die erzwungene Verlagerung der Veranstaltung in digitale Formate ist möglich und kann gefördert werden.

3.2. Verfahren

Die Maßnahme wird am 10. Juli 2020 öffentlich bekanntgemacht. Anträge können ab dem 31. Juli 2020 gestellt werden. Der Antrag ist an den Deutschen Literaturfonds zu richten, er kann mit allen Unterlagen in digitaler Form gestellt werden..

Der Antrag muss enthalten:

  • die gültige Satzung oder ein vergleichbares Dokument (z.B. Gewerbeschein, Umsatzsteuer-ID), Handels-/Vereinsregisterauszug
  • eine Skizze des Vorhabens
  • ggfls. eine Liste der Kooperationspartner oder/und der Veranstaltungsorte, jeweils mit Einverständniserklärung
  • einen Finanzierungsplan
  • das ausgefüllte Formblatt Nr. 2

Die Prüfung der Anträge erfolgt durch die Geschäftsstelle des Deutschen Literaturfonds, die bis zu einer Antragssumme von 3.000 Euro auch über die Anträge entscheidet. Bei Antragssummen über 3.000 Euro entscheidet eine Kommission des Kuratoriums auf der Grundlage der Vorschläge der Geschäftsstelle. Für Anträge über 50.000 Euro ist eine Einbeziehung der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien erforderlich.

Die Bearbeitung der Anträge erfolgt in der Reihenfolge ihres Eingangs, jedoch nur dann, wenn alle erforderlichen Unterlagen vorliegen.

Es besteht kein Anspruch auf Gewährung einer Zuwendung.
Fördermittel werden als nicht rückzahlbarer Zuschuss in der Regel als Festbetragsfinanzierung gewährt.

Der Literaturfonds beendet diesen Teil des Projekts „Neustart Kultur“, sobald die bewilligten Sondermittel ausgeschöpft sind, spätestens zum 31.12.2021.

Die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien