Aktuelle Informationen

Kranichsteiner Literaturpreis 2019
30.10.2019

Der vom Deutschen Literaturfonds vergebene und mit 30.000 Euro dotierte Kranichsteiner Literaturpreis geht in diesem Jahr an Nora Bossong.
Die Verleihung findet am 6. Dezember 2019 um 19:00 Uhr im Theater Moller Haus in Darmstadt statt.

In der Begründung der Jury, der Bettina Fischer, Manuela Reichart und Wilfried F. Schoeller angehören, heißt es:

 „Nora Bossong schreibt Romane, Gedichte, Essays und Reportagen –  und ist in all diesen literarischen Genres eindrucksvoll zu Hause. In ihrem Gedichtband 'Kreuzzug mit Hund' beschwört sie nicht zuletzt die europäische Idee, in ihrer literarischen Reportage 'Rotlicht' erforscht sie einen Bereich, zu dem Frauen keinen Zugang haben, in ihrem (im kommenden Herbst erscheinenden) Roman 'Schutzzone' geht es nicht nur um das 'Zögern in vielen Abstufungen', das das Leben einer jungen Mitarbeiterin der Vereinten Nationen in Genf bestimmt, vor allem dreht sich hier alles um eine grundsätzliche literarische Frage: 'Sucht man sich ein Leben aus? Oder lebt man es nicht eher?'
Die Jury des Kranichsteiner Literaturpreises ist beeindruckt von der Virtuosität und literarischen Klugheit dieser 1982 in Bremen geborenen, in Berlin lebenden Autorin.“


Für den Kranichsteiner Literaturförderpreis nominierte die Jury Helene Bukowski, Karoline Menge und Katharina Mevissen. Alle drei Kandidaten werden sich am 6. Dezember um 11:30 Uhr in einer öffentlichen Lesung in der Eleonorenschule in Darmstadt um den mit 5.000 Euro dotierten Preis der Fachjury bewerben. Mit ihren jeweils noch unveröffentlichten Textauszügen stellen sie sich gleichzeitig dem Urteil einer Schülerjury. Diese vergibt, unabhängig von der Entscheidung der Fachjury, einen Preis in Höhe von 1.000 Euro.


Die Jury hat weiterhin zwei Aufenthaltsstipendien des Deutschen Literaturfonds vergeben:

Das 10-wöchige Aufenthaltsstipendium im Deutschen Haus der New York University erhält in diesem Jahr der in Berlin lebende Autor Jan Brandt.

Das ebenfalls 10-wöchige London-Stipendium an der Queen Mary University sprach die Jury Norbert Zähringer zu, der ebenfalls in Berlin lebt.

Alle Preise werden am 6. Dezember um 19 Uhr im Darmstädter Moller-Theater überreicht.

 

Pressemitteilung 40 Jahre Deutscher Literaturfonds
8.10.2019

Wie sieht die Zukunft der Literatur aus?

Literatur als Kulturgut
In Zeiten der voranschreitenden Digitalisierung wird dem Buch gegenüber elektronischen Medien ein schwindender Stellenwert eingeräumt. Dennoch bleibt die Literatur ein unentbehrliches Gut der Gesellschaft, das kulturelle, historische und sprachliche, aber auch persönliche Orientierung gibt. Aus diesem Grund bedarf Literatur finanzieller Förderung. Institutionen wie der Deutsche Literaturfonds spielen eine tragende Rolle in der Sicherung der ökonomischen Zukunft vieler Schriftstellerinnen und Schriftsteller und dem Erhalt der Literatur als Kulturgut.

Der Deutsche Literaturfonds

Der Sitz des Deutschen Literaturfonds ist in Darmstadt, seit seinem Gründungsjahr 1980 widmet er sich der Spitzenförderung deutschsprachiger Gegenwartsliteratur und dem Erhalt literarischer Traditionen. Die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien fördert den Deutschen Literaturfonds jährlich mit zwei Millionen EurozurUnterstützung von Autoren und Verlagen, Verbänden und Initiativen. Durch Werks- und Arbeitsstipendien sowie Projektzuschüsse ermöglicht der Deutsche Literaturfonds die Verwirklichung herausragender künstlerischer und literarischer Projekte. Als einzige Fördereinrichtung Deutschlands ist seine Literaturförderung überregional, markt- und politikunabhängig.

Folgende Literaturpreise werden durch den Deutschen Literaturfonds vergeben:

  • Kranichsteiner Literaturpreis
  • Kranichsteiner Literaturförderpreis
  • Kranichsteiner Jugendliteratur-Stipendien
  • Paul-Celan-Preis

Hinzu kommen zehnwöchige Aufenthaltsstipendien in London und New York, das vierwöchige Writers-in-Residence-Programm in Rio de Janeiro sowie die Förderung von Literaturzeitschriften oder künstlerischer Projekte wie Kinder- und Jugendtheater. Über die Vergabe der Fördermittel entscheiden das Kuratorium des Deutschen Literaturfonds und Fachjurys.

Jubiläumsjahr 2020

Im Jahr 2020 feiert der Deutsche Literaturfonds sein 40-jähriges Bestehen. Anlässlich des Jubiläums sind zahlreiche Aktivitäten geplant, um die Sichtbarkeit der Arbeit des Deutschen Literaturfonds und seiner einzelnen Wirkungsfelder zu erhöhen.

Tagung in Leipzig

Als Auftakt zum Jubiläumsjahr findet am 31. Januar 2020  in Leipzig eine öffentliche Tagung statt. Die teilnehmenden Autoren, Verleger, Kritiker und Buchhändler werden im Deutschen Literaturinstitut Leipzigaktuelle und zukünftige Themen der Literaturbranche debattieren – wie etwa die Rolle des Urheberrechts im digitalen Zeitalter oder die der politischen Korrektheit in der Literatur. Mit besonderem Blick auf die Zukunft der jüngeren Autorengeneration werden finanzielle und literarische Unabhängigkeit von Schriftstellern debattiert.

Die vier Debattenrunden im Einzelnen:

  • Erzählerische Freiheit, Fake und Fiktion
  • Political Correctness oder Literatur
  • Die Sache mit dem Geld
  • Urheberrecht und digitale Plattformen – geht das zusammen?

Am 30. Januar wird die Tagung auf einer öffentlichen Abendveranstaltung gemeinsam mit MDR Kultur – Das Radio eröffnet.

Weitere Informationen zum Programm und den Teilnehmenden der Tagung folgen in Kürze.
 

Die Zukunft der Literaturförderung

Während bereits in diesem Jahr das Preisgeld für den Kranichsteiner Literaturpreis auf 30.000 Euro und für den Paul-Celan-Preis auf 20.000 Euro erhöht wurde, wird der Deutsche Literaturfonds im Jahr 2020 das Angebot der Stipendien weiterentwickeln. Auch die Förderung von literarischen Initiativen an Schulen und Universitäten wird ausgebaut, um das Interesse an Literatur im pädagogischen Bereich zu erhöhen.

Frankfurter Buchmesse

Der Deutsche Literaturfonds ist auf der Frankfurter Buchmesse 2019 durch Wend Kässens und Sabine Rössler in Halle 4.1,Stand E89 vertreten.

Paul-Celan-Preis

Der Paul-Celan-Preis für herausragende Literaturübersetzungen wird am Donnerstag, dem 17. Oktober 2019, um 18 Uhr im Lesezelt der Frankfurter Buchmesse an Annette Kopetzki für ihr Gesamtwerk vergeben.

 

Presseanfragen richten Sie bitte an:

Politycki & Partner, Literatur- und Pressebüro I Birgit Politycki I Enable JavaScript to view protected content.
Tel. 040-4309315-20 I Schulweg 16 I 20259 Hamburg

Neue Antragsfristen
17.9.2019

Ab 2020 wird das Kuratorium des Deutschen Literaturfonds dreimal jährlich über die eingehenden Förderanträge entscheiden. Bitte beachten Sie die damit verbundenen geänderten Antragsfristen. Voraussichtlich werden die Sitzungen stattfinden voraussichtlich im Februar 2020 (Antragsschluss 30. September 2019), voraussichtlich im Juni 2020 (Antragsschluss 31. Januar 2020) und voraussichtlich im Oktober 2020 (Antragsschluss 31. Mai 2020).

 

Frankfurter Buchmesse 2019
17.9.2019

Auch in diesem Jahr ist der Deutsche Literaturfonds auf der Frankfurter Buchmesse wieder mit einem eigenen Messestand vertreten. Sie finden uns in Halle 4.1, Stand E89.
Wir freuen uns auf Ihren Besuch.

 

 

 

Paul-Celan-Preis 2019
16.9.2019

Der vom Deutschen Literaturfonds alljährlich vergebene Paul-Celan-Preis für herausragende Übersetzungen ins Deutsche ging in diesem Jahr an Annette Kopetzki.

Annette Kopetzki wurde mit dem Preis für ihr Gesamtwerk ausgezeichnet, das Übersetzungen vor allem aus dem Italienischen umfasst. Besonders würdigte die Jury ihre Übersetzung des 2018 erschienenen Romans Am Hügel von Capodimonte von Wanda Marasco
(Weitere informationen finden Sie hier).

Der Jury gehörten an: Karin Betz, Gabriele Leupold, Miriam Mandelkow, Gunther Nickel und Ulrich Sonnenberg.

Der mit 20.000 Euro dotierte Preis wurde am Donnerstag, dem 17. Oktober 2019, um 18 Uhr im Lesezelt der Frankfurter Buchmesse vergeben. Die Laudatio hielt die Literaturkritikerin Maike Albath.

 

Die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien